…dachte ich mir eben. Das liegt daran, dass ich in letzter Zeit schon sehr viel am Schreiben war, und eigentlich müsste ich das auch noch tun, aber heute bin ich wohl zu müde, und gehe deswegen vielleicht auch zeitig ins Bett. Anderthalb von drei Essays hab ich allerdings schon geschafft, und hab dann noch drei tage für den Rest, das sollte gehen, unter Druck geht’s ja eh am Besten.
Zur Erholung/Ablenkung/Inspiration, habe ich aber auch an diesem Wochenende einiges erlebt. Am Freitag hatte ich sehr viel Spaß, wenn es mir auch durchaus peinlich ist, das zuzugeben. Es begann damit, dass ich gern mal wieder Abends was unternehmen wollte, und der eigentliche Plan abgesagt wurde. Da bin ich durch mein Haus gezogen und hab mal rumgefragt, was andere so unternehmen. Ziehen musste ich nicht weit, denn gleich an der ersten Tür würde ich freundlich eingeladen, doch den Abend gemeinsam zu verbringen. Die Mitbewohnerin wollte auf eine Party von der Student Union, wo allerdings viel elektronische Musik laufen sollte. Nach dieser Information habe ich mich erst nochmal in mein Zimmer zurückgezogen, um mich mit mir selbst zu beraten. Doch alle Argumente sprachen trotz elektronischer Musik dafür, mir war einfach übelst nach weggehen, in einer eher internationalen Gruppe war ich auch schon länger nicht unterwegs gewesen und neue Bekanntschaften hätten auch noch dabei herausspringen können. Also sagte ich kurzerhand zu. Zur Einstimmung genehmigte ich mir zu Hause noch eine Ouzo und dann ging es in die Stadt wo ich gegen 11 mit noch einer anderen Mitbewohnerin ankam. Dort ließ die Mitbewohnerin, die alles eingefädelt hatte allerdings eine dreiviertel Stunde auf sich warten, was sich aber nach circa einer halben als guter Zufall erwies, denn da rannte mir Karla, meine einstige Konzertbegleitung, in die Arme. Sie schien auch froh zu sein, mich zu treffen, denn sie war alleine unterwegs. Die Mitbewohnerin, mit der ich in die Stadt gekommen war, hatte sich dann irgendwann verdrückt, was mich aber auch nicht direkt störte. Jedenfalls fanden wir dann kurz darauf auch die Mitbewohnerin, die alles eingefädelt hatte, mit der ich allerdings auf der Party auch nur mäßigen Kontakt hatte. Karla und ich habe uns erst nett unterhalten, wobei ich zwei Bier und einen Colamixer getrunken habe, und danach konnte ich zur schlechten Musik auch tanzen, und hatte wirklich Spaß dabei. So ein Abend war aber auch mal wieder nötig. Durch die vielen Ausfahrten, bei denen man immer zeitig aufstehen muss, kommt das Nachleben etwas kurz. Gegen 3 war die Party vorbei (die Rausschmeißerlieder waren dann die Belohnung dafür, dass ich meine musikalischen Ansprüche extrem heruntergeschraubt hatte, denn das war durchaus gute Musik) und ich verabschiedete mich von Karla und lief mit meiner Mitbewohnerin Heim, wobei ich mir natürlich noch eine Portion Pommes mit Käse gönnte. Nun, international war der Abend dann doch nicht so sehr, aber ich hatte Spaß, und darauf kommt es ja an.
Am Samstag ging ich früh um 5 ins Bett und stand deswegen auch erst halb 2 auf, aber ich brachte es trotzdem auf 670 Wörter von Essay 2. Hätte schlimmer sein können (aber auch besser
)
Heute sind wir dann Vormittags mit dem Bus nach Castleton gefahren, was hier in der Nähe ist, und im Herzen des Derbyshire Peak District National Parks liegt. Es ist außerdem mal wieder ein Städtchen, was ich nur als niedlich bezeichnen kann und was uns mit Tee und Kuchen begrüßte (gegen Geld natürlich). Danach, machten wir uns auf zu unserer Wanderung durch die Natur, auf einen Berg/Hügel. Der Aufstieg führte uns mehr oder weniger durch einen kleinen Bach (wie gut, dass ich meine Winterschuhe hier hatte, und so clever war sie zu tragen, nicht wegen der Kälte, denn das Wetter war 1a, sondern wegen des festen Schuhwerks). Oben gab es dann eine sehr gute Aussicht auf die Natur und die Stadt im Tal. Ach ja, mit mir unterwegs waren Stephanie und die Dänin.
Danach war es wieder Zeit zum Essen, also kehrten wir ein und gönnten uns eine Lammkeule in Rotweinsoße. Frisch gestärkt machten wir uns dann nochmal auf den Berg um dort eine Burgruine zu besichtigen, und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Ein sehr lustiger und schöner Tag.
Dieser Eintrag ist übrigens 721 Wörter lang, und ich wünschte, so viel könnte ich auch für mein Essay in so kurzer Zeit schreiben.